Ottakring
Die Perle im Wienerwald
Schätzungen zufolge ist die Ottakringer Gegend seit dem 9. Jahrhundert besiedelt, erstmals tatsächlich urkundlich erwähnt wurde Ottakring Mitte des 12. Jahrhunderts im Zusammenhang mit einer Weingartenschenkung. Ein großer Teil der Gründe war damals in kirchlichem Besitz. Heute noch deuten Straßen- und Gassennamen die Lage der ehemaligen Weingärten an. So stammte z.B. der beste Wein aus der 'Roterdstraße', in der sich unsere Buschenschank Huber befindet.
Immer wieder wurde das Dorf am Rande des Wienerwaldes von Kriegswirren gezeichnet, und auch von Epidemien wie Pest und Cholera blieben die Ottakringer nicht verschont. Im Pestjahr 1656 starb ein Fünftel, 1679 und 1713 gar ein Drittel der Ottakringer Bevölkerung an der Seuche. 1835 zerstörte ein Großbrand 52 der 82 Häuser Ottakrings.
Das heutige Ottakring wurde 1890/92 durch die Zusammenlegung von Ottakring und Neulerchenfeld begründet. Im Westen reicht es weit in den Wienerwald hinein (Wilhelminenberg, Gallitzinberg, Liebhartstal). Entlang der Thaliastraße dehnte sich in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts die dichte Besiedlung weit nach Westen aus - Arbeiterviertel entstanden, viele traditionsreiche Industrie- und Gewerbebetriebe siedelten sich in Ottakring an.
Viele alte Hauerhäuser fielen der Verstädterung zum Opfer, zum Glück steht der Bereich der '10er Marie' unter Denkmalschutz, sonst gäbe es wahrscheinlich den 'ältesten Heurigen Wiens' schon lange nicht mehr.
Rund um Wien
Wer Wien schon kennt, möchte vielleicht einmal einen Tagesausflug in die Umgebung machen.
Wir empfehlen Ihnen hier einige sehenswerte Ziele.
Klosterneuburg
Im Nordwesten von Wien liegt Klosterneuburg, bekannt für sein Augustiner-Chorherren-Stift. Das Stift beherbergt eine Reihe der bedeutendsten Kunstschätze Österreichs, wie etwa den Verduner Altar, den Babenberger Stammbaum, die Stiftsbibliothek, oder die Heilige Krone Österreichs, den Erzherzogshut.
Krems
Die Donau flussaufwärts finden Sie das malerische Städtchen Krems.
Krems zählt zu den ältesten Städten des Landes - es wurde 995 erstmals urkundlich genannt. Auf einem Spaziergang durch Krems bewundern Sie alte Klöster und Kirchen, Bürgerhäuser und Wehrbauten, oder kehren in einem Restaurant, Café oder beim Heurigen ein!
Melk
Am Südufer der Donau thront auf einem Felsen das Benediktinerstift Melk.
Gegründet wurde das Kloster von Markgraf Leopold II., 1701 wurde die baufällige Kirche nach Plänen von Jakob Prandtauer in barockem Stil neu erbaut. Schon seit dem 12. Jahrhundert werden in der Bibliothek wertvolle Handschriften gesammelt.
Der Wienerwald
Im Westen wird Wien vom Wienerwald begrenzt, dessen wunderbares Erhoungsgebiet zum Wandern und Spazieren einlädt und viele Ausflugsziele bietet.
Baden
Südlich von Wien, am Rande des Wienerwaldes liegen etliche Kur- und Weinorte, z.B. die bekannte Biedermeierstadt Baden. Kultur war in Baden immer zu Hause. Villen, Palais, noble Bürgerhäuser und Plätze tragen die Handschrift großer Architekten der Biedermeierzeit, des Historismus und des Jugendstils.
Badens Gästebücher sind voll von bekannten Namen, wie Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Franz Liszt, Josef Lanner, die “Sträuße”, Carl Michael Ziehrer, Raimund, Nestroy und viele andere mehr. Die heilsamen Schwefelthermalquellen der Stadt, seit altersher genutzt, mit einer natürlichen Temperatur bis zu 36 Grad Celsius bilden die Grundlage von Badespaß und Badener Kur.
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Das moderne Wien
Ausgefallene Architektur
Auch viele neuere und aktuelle Bauprojekte in Wien sind sehenswert, wenn Sie sich für moderne oder ausgefallene Architektur interessieren...
Auf dem Stephansplatz, direkt gegenüber von St. Stephan, bildet das Haas-Haus einen Kontrapunkt zum Dom.
Unzählige Touristen bestaunen jährlich die ungewöhnliche, bunte Fassade des Hundertwasser-Hauses
im 3. Bezirk.
An der Donau entstanden und entstehen viele neue Hochbauten...
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Andromeda-Tower
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Austria Center und UNO-City
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Schlösser in Wien
Zu den beiden wichtigsten Schlössern, denen Sie in Wien einen Besuch abstatten sollten, gehören das Schloss Schönbrunn (mit dem ältesten Zoo Europas!) und das Schloss Belvedere.
Das Schloss Belvedere, bestehend aus dem Oberen und dem Unteren Belvedere und nahe des Südbahnhofs gelegen, ließ sich Prinz Eugen zu Beginn des 18. Jahrhunderts als Sommerpalais erbauen.
Das Obere Belvedere beinhaltet eine Gemäldesammlung mit bedeutenden Werken des 19. und 20. Jhdts. - Klimt, Kokoschka, Schiele - und den Marmorsaal, in dem nach dem 2. Weltkrieg der österr. Staatsvertrag unterzeichnet wurde.
Im 13. Wiener Gemeindebezirk liegt das prächtige Schloss Schönbrunn, ehemalige Sommerresidenz der Kaiserfamilie.
Besuchen Sie eine Führung durch die prunkvollen Räume von Kaiserin Maria Theresia, sowie von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth oder wandern Sie durch den riesigen Schlosspark bis hinauf zur 'Gloriette'.
Wenn Sie den Schlosspark von Schönbrunn erforschen, stoßen Sie auf das Palmenhaus, ein imposantes Glashaus, in dem exotische Pflanzen zu bestaunen sind.
Vom Palmenhaus ist es auch nicht mehr weit bis zum Tiergarten Schönbrunn, dem ältesten Zoos Europas (die erste Menagerie wurde 1752 eröffnet!).
Heute ist der Tiergarten nach modernsten zoologischen Gesichtspunkten geführt und erzielt beachtliche Zuchterfolge.
An der Ringstraße
Eine Augenweide
An der Ringstraße, die die Wiener Innenstadt umgibt, finden Sie zahlreiche Sehenswürdigkeiten, eine neben der anderen. Mit einer Straßenbahn der Linien D, 1 oder 2 können Sie bei einer Fahrt von der Oper bis zum Schottenor einen schnellen Überblick gewinnen.
Beginnen wir unsere Ring-Rundfahrt bei der Staatsoper.
Sie war die erste der prächtigen Ringstraßenbauten, die Mittte des 19. Jahrhunderts nach Plänen der Architekten A. Siccardsburg und E. van der Nüll fertiggestellt wurden. Im 2. Weltkrieg wurde die Oper nahezu zerstört. Nach ihrem Wiederaufbau konnte sie 1955 wieder eröffnet werden. Die Opernaufführungen und der jährlich stattfindende Opernball sind weltberühmt.
Der Maria-Theresien-Platz wird umgeben von zwei großen Gebäuden: dem Kunst- und dem Naturhistorischen Museum.
Im Kunsthistorischen Museum finden Sie vor allem Werke alter Meister aus dem 15. bis 18. Jhdt., z.B. Rembrandt, Rubens, Brueghel, Tizian, usw. Außerdem verfügt das Museum unter anderem über eine ägyptische und orientalische Sammlung und ein Münzkabinett.
Die riesige Anlage der Alten und Neuen Hofburg beinhaltet unter anderem die Nationalbibliothek, verschiedene Museen, ein Kongresszentrum, die Winterreitschule (Lipizzaner!), Kaiserappartements und die Schatzkammer.
Das Parlamentsgebäude am Ring, in neo-klassizistischem Stil gebaut, ist Sitz des österreichischen Parlaments. Charakteristisch sind die großen Auffahrtsrampen und der Brunnen der Pallas Athene direkt davor.
Gleich nach dem Parlament schließt der große Rathauspark mit dem Rathaus an. Das markante Gebäude im neugotischen Stil ist Sitz des Wiener Stadt- und Landesparlaments.
Auf der Spitze des fast 100 m hohen Mittelturmes thront der 'Rathausmann', eine 3.5 m hohe Eisenstatue.
Vor dem Rathaus finden im Sommer nach Einbruch der Dunkelheit Freilicht-Filmvorführungen (vor allem Opernfilme, Ballet) bei freiem Eintritt statt. Zahlreiche Stände auf dem Platz bieten Kulinarisches aus aller Welt an. Im Winter gibt es an derselben Stelle den großen Christkindlmarkt.
Gleich gegenüber dem Rathaus befindet sich das Burgtheater.
Auch das Burgtheater wurde im 2. Weltkrieg zerstört und musste wieder neu aufgebaut werden.
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Im Zentrum von Wien
Wien, eine Weltstadt
Im Herzen der Stadt finden Sie den Stephansdom, das Wahrzeichen Wiens.
Er vereint viele verschiedene Baustile, so sind das Riesentor und die beiden Heidentürme aus dem 12. Jhdt. die letzten Reste aus der Spätromanik. Im 14. und 15. Jhdt. kamen das gotische Mittelschiff, der Chor und die Seitenkapellen hinzu. In der Barockzeit wurde der Dom noch um einige Nebengebäude erweitert.
Ein Feuer in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs richtete erheblichen Schaden an, die 'Pummerin', die große Glocke im Nordturm, fiel durch das Dach herunter und zerbrach. Doch der 'Steffl', wie ihn die Wiener nennen, wurde liebevoll wiederhergestellt und aus den Resten der Pummerin eine neue, noch größere Glocke gegossen.
Versäumen Sie nicht, vom 137 m hohen gotischen Turm einen Blick auf die Wiener Innenstadt und auf das farbenprächtige Ziegeldach (fast eine Viertelmillion Ziegel wurden hier verwendet) zu werfen!
Ein Stadtbummel über den Graben und durch die Kärntnerstraße!
Graben und Kärntnerstraße sind Fußgängerzone und laden zum Einkaufen sowie zum Verweilen in einem der zahlreichen Kaffeehäuser ein.
Am Graben finden Sie auch die barocke Pestsäule, die im 17. Jahrhundert, als die verheerenden Pestepidemien überstanden waren, errichtet wurde.
Nur einen Katzensprung vom Graben entfernt finden Sie die Peterskirche versteckt.
Sie wurde im frühen 18. Jahrhundert von verschiedenen Architekten in Anlehnung an die Peterskirche in Rom errichtet. Im prunkvollen Inneren beeindruckt eine detailliert geschnitzte Kanzel und die Fresken auf der Innenseite der großen Kuppel.
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